Ausstellung Januar 2026

Ab dem 05. Januar 2026 ist die Künstlerin Felizita Söbbeke mit ihren Malereien in der Orangerie im Conversationshaus zu Gast. Die Ausstellung trägt den Namen „Seelenorte“.
„Malen ist Auftauchen an einem anderen Ort“ , schreibt Franz Marc in einem Brief und meint damit einen Ort der Imagination, weit weg vom Hier und Jetzt. Vielleicht können meine Bilder zur Phantasie und Träumen anregen und in ihre imaginären Landschaften entführen.
Ich bin Juristin und lebe meinen Beruf mit großer Freude; daneben hat meine Kreativität in vielfältiger Weise mein Leben bereichert und nachhaltig geprägt. 20 Jahre habe ich in Norden einen großen Garten, meinen Salzwindgarten, gestaltet, der Öffentlichkeit geöffnet, ein Buch darüber geschrieben und an meinem Seelenort gelebt. Als Buchautorin, Köchin, Gartengestalterin, Referentin und Malerin habe ich meiner Kreativität in vielfältiger Weise Ausdruck verliehen.

Der rote Faden meines schöpferischen Prozesses ist die Freude am Leben, die Liebe zu meiner Familie, die Weite Ostfrieslands, der Garten, das Meer, Wind, Sand und der Duft von Freiheit.
Viele meiner Werke sind abstrakte Landschaften, die aus dem Erleben des Moments in der Natur entstehen.
Im Atelier entstehen durch reale Eindrücke und Intuition Bilder imaginärer Landschaften. Details und Strukturen der Natur nehmen durch Spuren auf der Leinwand Form an und bilden die Grundlage für abstrakte imaginäre Welten. Die Erinnerung an den Moment mittels Farbe führt mich an Orte, die weit über das Sichtbare hinausgehen. «Eine Landschaft malen, heißt, sich selbst malen,» schrieb der Maler und Mönch Shitao im 17. Jahrhundert.
So sind imaginäre Landschaften, -„Seelenorte“ – geprägt durch die Kraft der Farbe entstanden.
Neben der Acrylfarbe verwende ich unterschiedliches strukturgebendes Material, wie Sand vom Norderneyer Strand, Kaffeesatz, Marmormehl und Goldstaub.
Der Begriff „Imaginär“ benennt im objektiven Sinne „Bildhaftes“. Im allgemeinen Sprachgebrauch beschränkt sich die Bedeutung oft auf etwas Scheinbares, Fiktives oder nur in der Vorstellung Existierendes. Wir alle kennen Landschaften aus unserer eigenen Erfahrung. Vorstellung und Realität stimmen oft nicht miteinander überein.
Meine abstrakten Landschaften sind nicht nur ästhetische Kompositionen, sondern Ausdruck des inneren Austauschs mit der Natur. Die Werke reflektieren meine Verbindung zur Natur; die Wahrnehmung und Wertschätzung des einen Moments vor Ort. Sie laden den Betrachter ein, eigene Welten in ihnen zu entdecken und sich von meinem Blick auf zeitlose Orte mit auf die Reise nehmen zu lassen.
Meine Arbeiten entstehen aus der Wahrnehmung der Natur. Die Bilder sind inspiriert von den Farben und den Klängen des Meeres, dem Spiel von Licht und Farbe: im Meer und den Wolken, dem Sand und den Dünen und der Weite der ostfriesischen Landschaft und vor allen Dingen dem weiten Horizont, der für mich immer wieder unbegreiflich ist.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Betrachten.
Soeben ist das neue Norderneybuch „Norderney, Lyrick und Fotografie“ mit meinen Texten und Inselfotografien von Annette Papior erschienen.
Weitere Informationen zur Ausstellung erhalten Sie bei uns in der Bibliothek oder bei der Künstlerin direkt:
Felizita Söbbeke
Telefon: 0152 7962082 oder Mail: salzwindgarten@gmail.com














